Testversuch über manipulierbaren Tastsinn
Wie stark beeinflusst unser Tastsinn unsere Realität? Der Neurobiologe Henrik
Ehrsson versuchte gezielt das Körpergefühl zu manipulieren und kam dadurch zu
aufregenden Erkenntnissen.
Eine Frau und eine Schaufensterpuppe wurden gegenüber gestellt. Beide schauen
an sich herunter, wobei an der Puppe eine Kamera angebracht ist und der Frau eine
„Bildschirmbrille“ aufgesetzt wurde, sodass sie durch ihre Augen nicht ihren eigenen,
sondern den Körper der Puppe sah. Nun wurden der Frau und der Puppe gleichzeitig
beispielsweise über den Bauch gestrichen, wobei die Testperson die Berührung
spürte und sie gleichzeitig über den Monitor an der Puppe sah, so als wäre es ihr
Körper. Nach einigen Berührungen wurde nur die Puppe mit einem Messer am
Bauch geschnitten und das Ergebnis: Die Frau schrie auf und fasste sich am Bauch.
Sie hat diesen unrealen Schnitt durch den Monitor als schmerzend empfunden,
obwohl sie wusste, dass es nicht ihr Körper ist, den sie sieht. Zusätzlich interessant
ist, dass die Schaufensterpuppe nackt und eigentlich männlich war und der Tastsinn
trotzdem manipuliert werden konnte.
Wir leben in einer Art Seifenblase. Unser Gehirn spielt uns Streiche, weil es anhand
von Erinnerungen und Erfahrung reagiert und nicht immer darauf, was wirklich
gerade passiert.
sehr interessanter Beitrag :)
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